Validierungsgutachten widerspricht der Abrissbegründung

Das monatelang geheimgehaltene Validierungsgutachten zur Sanierung der Städtischen Bühnen ist dank des Insistieren des Fraktionsvorsitzender der Grünen im Römer, Wolfram Popp, nun endlich von der Stadt Frankfurt – wenn auch widerwillig – veröffentlicht worden. Es widerspricht wichtigen Aussagen und Schlussfolgerungen von Stabsstelle und Stadtpolitik.

So geht Bauen heute

Kulturdezernentin Ina Hartwig zeigt sich fasziniert von dem Umbauprojekt, besonders aber von der restaurierten Fassade des gläsernen Foyers aus den 1960er Jahren, „von der Transparenz zwischen Außenraum und Innenraum.“ Peter Cachola Schmal, Direktor des DAM, wiederum sieht in dem Projekt ein „symbolisches Beispiel dafür, wie man mit der Moderne umgehen kann“ – es sende ein wichtiges geschichtspolitisches und baukulturelles Signal.

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Stadt Frankfurt ignoriert Denkmalschutz und Urheberrechte und hält Unterlagen unter Verschluss.

Als vor drei Wochen das hessische Landesdenkmalamt ein Gutachten zum Denkmalwert der Städtischen Bühnen veröffentlichte und die Stadt Frankfurt hierauf positiv reagierte, erweckte dies in der Öffentlichkeit den Anschein, die Belange des Denkmalschutzes würden bei den weiteren Planungen und Entscheidungen nun adäquat berücksichtigt. Wie sich inzwischen herausstellt, ist dies aber nicht der Fall.

von Philipp Oswalt

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Promenade Théâtrale

In dem Master-Entwurf, ausgezeichnet mit dem Jahrespreis der Masterarbeiten der Universität Stuttgart (2018), erarbeitet Sofie Hoyer ein mögliches Szenario für die Zukunft der Städtischen Bühnen in Frankfurt, das auch die historische Vielschichtigkeit des Gebäudekomplexes reflektiert. Text und Bildmaterial von Sofie Hoyer

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Sanierung oder Neubau

Im Januar beschloss die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung, für die städtischen Bühnen einen Neubau zu errichten und das bestehende Gebäude aufzugeben. Zu dieser umstrittenen Entscheidung kam es nach einem neun Jahre langen Prüfprozess, in dem zwar bautechnische Fragen intensiv untersucht worden sind, bei dem aber die Frage nach der zukünftigen Theaterkonzeption und dem Denkmalschutz weitestgehend vernachlässigt wurden.„Sanierung oder Neubau“ weiterlesen

Leuchtturm im Nirgendwo

Nach dem Willen der Frankfurter Stadtpolitik soll die ikonische Theateranlage am Willy-Brandt-Platz abgerissen und von einem Neubau für die Städtischen Bühnen abgelöst werden. Gewünscht ist ein Leuchtturmprojekt von internationaler Strahlkraft, ein neues Bilbao am Main. Wo dieses errichtet werden soll, weiß man allerdings noch gar nicht. Die CDU kann sich gut das Raab-Karcher-Gelände im Bereich„Leuchtturm im Nirgendwo“ weiterlesen

Wieso von einem Provisorium die Zukunft abhängt

Von Philipp Oswalt// Ob als Sanierung oder Neubau – der Verbleib der städtischen Bühnen an ihrem jetzigen Standort erfordert Interimsspielstätten, weil auch eine Sanierung im laufenden Betrieb nicht möglich ist. Und die Frage des Interims spielt gegenwärtig eine maßgebliche strategische Rolle bei der Frankfurter Theaterdiskussion. Das liegt an seinen Kosten. Nach Aussagen der Stabsstelle Städtische„Wieso von einem Provisorium die Zukunft abhängt“ weiterlesen

Fehlstelle Theaterkonzept

Obwohl 9 Jahre vergangen sind und etwa 8 Mio. Euro für die Planung ausgegeben wurden, gibt es kein Konzeptpapier, welches Ideen für das Stadttheater der Zukunft formuliert. Erst allmählich wurde im Verlauf des Prozesses die Diskussion begonnen, die an seinem Anfang hätte stehen müssen: Wie man sich das Zentrum des intellektuellen und künstlerischen Lebens, welches„Fehlstelle Theaterkonzept“ weiterlesen