Wie der historische Theatersaal im Schauspielhaus Zürich gerettet wurde

Veranstaltung
Dienstag, 28. Juni 2022, 19:00 Uhr
Frankfurt University of Applied Sciences
Online-Vortrag via Zoom

Die im Sommer 2018 präsentierten Pläne des Zürcher Stadtrates, den historischen Theatersaal des Schauspielhauses Zürich für einen Neubau zu opfern, löste breiten Widerstand aus. Das Stadtzürcher Parlament verlangte vom Stadtrat, er müsse in Varianten denken. Nach zwei Jahren Denkarbeit erklärt die Stadtzürcher Regierung schliesslich im November 2020: Wir bleiben dabei, der Pfauensaal gehört abgebrochen.

Für die Kritiker, zu denen die Initiative „Rettet den Pfauen“, der Zürcher Heimatschutz sowie Universitätsprofessoren der Denkmalpflege, Bauforschung und Kunstgeschichte gehörten, stellt diese sture Haltung der Stadtzürcher Regierung einen Akt der kulturellen Ignoranz dar. Der Theatersaal strahlt nicht nur eine einzigartige Magie aus, sondern besitzt eine historische Bedeutung, die kaum hoch genug einzustufen ist. Hier fanden die grossen Erstaufführungen von Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt statt. Hier leistete das Theater vor und in der Zeit des Zweiten Weltkriegs Widerstand gegen die Nazidiktatur.
Gegen den Willen der Stadtregierung und der Theaterintendanz entschied der Zürcher Gemeinderat im März 2022, den Pfauensaal zu erhalten, und diesen nur mit kleineren Eingriffen zu sanieren.

Was kann Frankfurt von Zürich lernen?

Mit
Lydia Trüb, Schweizer Heimatschutz
Heinz Kriesi ehemals Szenografscher Bühnenbildner und Ausstattungsleiter Schauspielhaus Zürich
Matthias Ackeret, Komitee „Rettet den Pfauen“
Silke Langenberg, Professorin für Konstruktionserbe und Denkmalpflege an der ETH Zürich

Der Vortrag wird von der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen und der Ingenieurkammer Hessen mit
2 Fortbildungspunkten anerkannt. Frankfurt University of Applied Sciences in Kooperation mit dem Frankfurter Forschungsinstitut für Architektur • Bauingenieurwesen • Geomatik FFin, der Vereinigung für Stadt- Regional und Landesplanung SRL und der Initiative Zukunft Städtische Bühnen Frankfurt

Anmeldung erforderlich unter
www.frankfurt-university.de/harnack

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