So geht Bauen heute

Kulturdezernentin Ina Hartwig zeigt sich fasziniert von dem Umbauprojekt, besonders aber von der restaurierten Fassade des gläsernen Foyers aus den 1960er Jahren, „von der Transparenz zwischen Außenraum und Innenraum.“ Peter Cachola Schmal, Direktor des DAM, wiederum sieht in dem Projekt ein „symbolisches Beispiel dafür, wie man mit der Moderne umgehen kann“ – es sende ein wichtiges geschichtspolitisches und baukulturelles Signal.

DAM Preis 2019 für Kulturpalast Dresden, https://dam-online.de/news/dam-preis-2019-fuer-kulturpalast-dresden/

Aus diesem Grund wurde das Umbauprojekt des 1967-69 errichteten Kulturpalasts in Dresden mit dem DAM-Preis 2019 ausgezeichnet. Gewürdigt wurde damit die Instandsetzung eines bedeutenden Kulturgebäudes, das zahlreiche architektonische Merkmale mit dem Frankfurter Bühnengebäude teilt. Gewürdigt wurde damit aber auch eine kluge Umnutzung und ein gelungener Umbau des Gebäudes zu einem Konzerthaus. Und nicht zuletzt wurde damit auch das Architekturbüro von Gerkan, Marg und Partner ausgezeichnet. Am Dresdner Projekt zeigt sich, dass man dieses Büro nicht allein an den jüngst veröffentlichten, für die Stadt Frankfurt eilig zusammengerenderten, massentauglichen und -verführenden „Stimmungsbildern“ mit „heiteren Tagesszenen“ rund um die Neubauten von Opern- und Schauspielhaus messen sollte. Vielmehr haben von Gerkan, Marg und Partner in Dresden eindrucksvoll bewiesen, dass von ihnen auch 50 Jahre nach Tegel weiterhin wegweisende Beiträge zur zeitgenössischen Architektur zu erwarten sind. Ähnliches wünschte man sich auch für Frankfurt, wo ein anderes architektonisch und stadtgeschichtlich bedeutendes Kulturgebäude mit transparenter Fassade darauf wartet, im Sinne eines symbolischen Projekts für den Umgang mit der Moderne instandgesetzt und intelligent weiterentwickelt zu werden.

Hier die Links zu dem Projekt:

DAM Preis 2019 für Kulturpalast Dresden

https://www.kulturpalast-dresden.de/de/