Politische Reaktion und unsere Erwiderung

Am 8. April reagierte Kulturdezernentin Ina Hartwig und Stabsstellenleiter Michael Guntersdorf mit ausführlichen Statements gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auf unsere Petition, wobei sie mit irreführenden und auch unzutreffenden Behauptungen die von uns geäußerte Kritik zu entkräften versuchten. Hier die Erwiderung von Maren Harnack, Nikolaus Müller-Schöll, Philipp Oswalt und Carsten Ruhl als Initiatoren der Petition ‚Zukunft der Städtischen Bühnen Frankfurt am Main‘//

Planungsprozess

Die Darstellung von Kulturdezernentin Ina Hartwig und Stabsstellenleiter Michael Guntersdorf, die Stadtverordneten seien vor ihrem Beschluss am 30.1. ausreichend fachlich informiert gewesen und die Öffentlichkeit habe Zugang zu allen Informationen gehabt, widerspricht unseren Recherchen. Für ihren Beschluss lagen den Stadtverordneten nur die 5-seitige Presseinformation sowie die dazugehörigen Präsentationsfolien der Pressekonferenz vom 23.1. vor, was auch mehrere Abgeordnete in der Debatte beklagten. Ein 16-seitiger Bericht der Stabsstelle wurde erst am 10.2.2020 nachgereicht. Der im Stadtparlament am 30.1.2020 verabschiedete Beschlussantrag weist eine Begründung von sieben Zeilen auf und wurde in den Fachausschüssen für Kultur und Planung nicht vorab behandelt, obwohl diese beide 14 Tage zuvor getagt hatten. Ein Antrag für ein transparentes Verfahren hatte die Römerkoalition gegen die Stimmen der Opposition bereits im April 2018 abgelehnt. Der Grundsatzbeschluss für das Milliardenprojekt war den Abgeordneten am 30.1.2020 kurz nach 10 Uhr bekannt gemacht worden und wurde in der nur sechs Stunden später beginnenden Stadtverordnetenversammlung verabschiedet.

Auch im Nachgang wurden die beiden maßgeblichen Abschlussberichte des Planungsteams und des Evaluierungsteams – anders als die Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2017 – nicht veröffentlicht. Während Guntersdorf in der Presse bekundet, „alle hätten jederzeit die Gelegenheit gehabt, Informationen anzufordern“ und die „Berichte können jederzeit in der Stabsstelle eingesehen werden“, hat er im Februar 2020 Fragen nach den Berichten „mangels einer Ermächtigungsgrundlage“ bzw. wegen zu großem Aufwand kategorisch abgewiesen. Eine erneute Anfrage ist bislang noch nicht beantwortet.

Es ist zweifelhaft, dass der Bericht der Stabsstelle von Februar 2020 umfassend und sachlich objektiv informiert. Der Leiter der Stabsstelle Michael Guntersdorf, zuvor verantwortlich für den Bau der Neuen Altstadt,  hat aus seiner negativen Einstellung zum bestehenden Theaterbau von 1963 nie einen Hehl gemacht. Das Glasfoyer sei – so Guntersdorf – ein „Zufallsprodukt“, das sich aus der Gebäudestruktur ergeben und nichts mit demokratischem Aufbau zu tun gehabt habe. Es sei „tagsüber ziemlich trostlos und gewinnt nur abends – wie bei einer Kneipe.“ Sein Fazit bereits im Juni letzten Jahres: „Die Kiste hat sich überholt.“

Architektur

Es sei an dieser Stelle daran erinnert, dass es den damaligen Architekten der Städtischen Bühnen trotz der schwierigen Ausgangslage gelungen war, das Nebeneinander aus Theaterruinen und Behelfsbauten in eine Geste des architektonischen Neubeginns zu verwandeln. Die eindrucksvolle Ineinanderblendung von öffentlichem und theatralem Raum inmitten der Stadt war Teil einer bewussten Planungs- und Gestaltungsstrategie. Vor allem aber ist sie bis heute Symbol einer Zeit, in der Bildungsinstitutionen noch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollten. Die Platzierung von Bibliotheken, Museen, Theatern und Kunstwerken im Zentrum des städtischen Lebens war nach dem Krieg von der Überzeugung geleitet, niedrigschwellige Bildungsangebote seien für den Aufbau einer neuen Gesellschaft ebenso unverzichtbar wie eine freiheitlich-demokratische Grundordnung. Die in der Politik heute weit verbreitete Ignoranz gegenüber den baulichen Hinterlassenschaften dieses Anspruches als „Zufallsprodukte“ ist gerade angesichts der massiven Bedrohungen, denen sich unsere demokratische Grundordnung seit einigen Jahren ausgesetzt sieht, alarmierend. Richtig wäre es hingegen, die Städtischen Bühnen als ein für die Moderne seltenes Lehrstück dafür zu betrachten, wie durch den überlegten Umgang mit dem Vorhandenen eindrucksvolle und zeitgemäße Architektur enstehen kann. Dieses Haus mit der tiefsten Sprechtheaterbühne der Republik, mit dem Foyer, aus dem der Blick auf die benachbarte Skyline der Finanzwelt fällt, mit den verwinkelten Gängen und unterschiedlichen Deckenhöhen, die sich nicht zuletzt aus dem Ineinander mehrerer Theaterbauten und der mit ihnen verbundenen Vorstellungen ergeben, bildet als solches – buchstäblich verbautes – die Geschichte ab, die sich an diesem Ort abgespielt hat – mit ihren Höhepunkten in ästhetischer wie politischer Hinsicht, wie auch ihren Tiefpunkten. Wo immer große Arbeiten auf die Frankfurter Bühne kamen, waren diese aufs Engste mit diesem spezifischen Haus, seinen Möglichkeiten wie Grenzen, verknüpft. Die Chance, hieraus für die Zukunft der Städtischen Bühnen zu lernen, so der Eindruck, soll gar nicht erst ergriffen werden.

Denkmalschutz

Es ist vor diesem Hintergrund nur auf den ersten Blick erstaunlich, dass im ganzen Verfahren Fragen des Denkmalschutzes ignoriert wurden. Weder im Bericht der Stabsstellen von Februar 2020 noch in der Machbarkeitsstudie von 2017 wird jemals das Wort Denkmalschutz oder die Namen der damaligen Architekten und Künstler namentlich auch nur erwähnt. Daher liegt der Schluss nahe, dass für die Gutachter das Bauwerk allein eine bautechnische Anlage ist. In welcher Uninformiertheit über denkmalpflegerische Belange das Stadtparlament seine Abrissentscheidung gefällt hat, verdeutlichen Aussagen der verantwortlichen Politiker. So stellt die Fraktion der Grünen im Römer im Februar 2020 fest: „Nach unserem Kenntnisstand steht lediglich das Foyer der Theaterdoppelanlage unter Denkmalschutz. Hier gibt es aber auch anderslautende Informationen, dass es überhaupt keinen Denkmalschutz gäbe.“ Für Planungsdezernent Mike Josef (SPD) basiert „die Grundlage seiner Arbeit und Entscheidung über das Gebäude […] auf der Tatsache, dass das Schauspielhaus oder Teile davon zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht unter Denkmalschutz stehen“ , obwohl Landesdenkmalpfleger Heinz Wionski bereits zwei Jahre zuvor gegenüber Mike Josef klarstellte, dass „das Opern- und Schauspielhaus, zumindest in Teilen, als Kulturdenkmal anerkannt“ sind. Die Hauptkonservatorin der Stadt Frankfurt Main, Andrea Hampel, räumte im Februar 2020 ein, dass auch ohne die bislang unterbliebene Aufnahme in das Denkmalverzeichnis „grundsätzlich ein denkmalrechtlicher Belang“ besteht. Über die Planungen der letzten zwei Jahre wurde das Landesdenkmalamt allerdings erst im Nachgang Anfang März 2020 informiert. Auch die Ergebnisse dieser Konsultation sind bislang nicht veröffentlicht.

Theaterkonzeption

Auch wenn Kulturdezernentin Ina Hartwig ausdrücklich bestreitet, dass sich „die Betrachtung weitgehend in bautechnischen Analysen erschöpft“ habe, so drängt sich doch genau dieser Eindruck auf. Der Planungsprozess zu Sanierung bzw. Neubau der städtischen Bühnen war nicht geprägt durch eine erkennbare Regie der Kulturpolitik. Obwohl 9 Jahre vergangen sind und etwa 8 Mio. Euro für die Planung ausgegeben wurden, gibt es kein Konzeptpapier, welches Ideen für das Stadttheater der Zukunft formuliert. Erst allmählich wurde im Verlauf des Prozesses die Diskussion begonnen, die an seinem Anfang hätte stehen müssen: Wie man sich das Zentrum des intellektuellen und künstlerischen Lebens, welches das Theatergebäude an diesem Ort darstellt, im 21. Jahrhundert vorzustellen hat. Die Entwicklung des Raumprogramms wurde der Unternehmensberatungsfirma M.O.O.CON übertragen, welche sonst vor allem Büroarbeitswelten und Firmensitze konzipiert und im Dialog mit den Städtischen Bühnen die grundlegende Nutzungskonzeption bereits 2017 festlegte. Während das Bestandsgebäude zur Disposition gestellt wird, soll der konzeptionelle Status quo für das Theater zukünftiger Generationen unreflektiert fortgesetzt werden, allenfalls mit quantitativen oder funktionalen Verbesserungen. Der Hauptfokus aller Untersuchungen damals wie jetzt lag auf Fragen von Kosten, Brandschutz, Logistik, Haus- und Bühnentechnik, Tragwerk und Arbeitsstättenrichtlinien. Zu diesem technokratisch anmutenden Vorgehen gesellte sich allein der politische Wunsch nach einem Leuchtturmprojekt, womit Kultur den Prämissen des Stadtmarketings unterworfen wird.

Wo also in Bezug auf die Architektur von einer Ignoranz gegenüber dem Bestehenden gesprochen werden muss, ist in Bezug auf die Theaterpraxis eine Ignoranz gegenüber Fragen nach dringend benötigten neuen Perspektiven zu konstatieren. Dabei wäre es gerade in Frankfurt, wo in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Theater neu und anders erfunden wurde und man sich nie einfach ans vermeintlich gute Alte klammerte, unbedingt notwendig, die Diskussion grundlegender zu führen: Ist es noch gerechtfertigt, eine einzige Kunstform gegenüber allen anderen derart zu privilegieren? Würde ein Stadttheater der Zukunft nicht viel eher der mit dieser Institution verbundenen Idee des 18. Jahrhunderts gerecht, wenn es zum Zentrum aller mit Öffentlichkeit verbundenen darstellenden Künste würde? Warum wird nicht – eine Idee Alexander Kluges aufgreifend – ein Neubau des Theaters mit dem ebenfalls anstehenden Neubau der Universitätsbibliothek verknüpft? Warum trennt man Theater baulich wie bei der Subventionierung von Popkultur und Literaturveranstaltungen ab? Müssten in Zeiten der Globalisierung und einer längst durch vielfältige Migrationen veränderten Gesellschaft, wie sie sich insbesondere in Frankfurt mit einem Anteil von Bürger*innen mit Migrationshintergrund zwischen 60 und 80 Prozent zeigt, nicht auch anderen Akteuren die Bühnen geöffnet werden? Weiter wäre die Frage zu stellen, ob Ensemble- und Repertoire-Theater heute noch zeitgemäße Formen der Führung einer solchen Institution sind und wie der Austausch des Hauses mit anderen Häusern im In- und Ausland vereinfacht und die Bühnen für Künstler aus dem globalen Süden geöffnet werden können.

Das Festhalten am Status quo wird am grotesken Umgang mit der Frage des Interims deutlich. Die Opernintendanz erwartet, im Interim den gegenwärtigen Spielbetrieb möglichst unverändert fortsetzen zu können. Um die Bühnenbilder des bestehenden Repertoires weiter unverändert nutzen zu können, bedarf es einer Drehbühne von 38,5 Meter Durchmessern, die in Kosten von € 70 Mio. für das Interim resultieren, welche wiederum von der Politik als nicht vertretbar gelten. Daraus folgt– bei allen sonstigen Meinungsverschiedenheiten einhellig – die Auffassung: Es darf für die Oper kein Interim geben, deswegen muss die Oper auf einen neuen Standort umgesiedelt werden.  Dass viele Operngebäude in den letzten Jahrzehnten erfolgreich saniert worden sind und es weltweit bislang kein Operninterim mit einer Drehbühne gegeben hat, ist den Frankfurter Politikern vermutlich nicht bekannt.

Städtebau

Darüber hinaus ist die städtebauliche Dimension der mit dem Neubau oder der Sanierung verbundenen Fragen erst in rudimentären Ansätzen diskutiert worden. Der augenblicklich diskutierte Vorschlag, beide Häuser gegenüberliegend am Willy-Brandt-Platz zu platzieren, ignoriert etwa die Tatsache, dass gerade hier der Anlagenring für Fußgänger, Radfahrer und Benutzer der Tram als attraktiver Grüngürtel erfahrbar ist. Dass sich diese Situation durch den Bau eines Theaters in der Grünanlage erhalten, vielleicht garverbessern lassen könnte, ist eine Illusion, müsste hier doch neben dem Gebäude selbst auch die wenig ansehnliche Anlieferung untergebracht werden; ebenso problematisch ist die Vorstellung dass sich der Verlust an Grünfläche durch bessere Qualität ausgleichen lasse, ein Argument mit dem übrigens auch an anderer Stelle in Frankfurt dafür geworben wird, bisher öffentlichen Raum zu bebauen (Goetheplatz, Konstablerwache, Paulsplatz). Die Qualität der Grünflächen am Anlagenring ist hoch. Eine Intensivierung ihrer Nutzung durch bauliche Interventionen führt nicht zu ihrer Aufwertung, sondern beschädigt ihre Aufenthalts- und Nutzungsqualitäten.  Das Gegenüber von Oper und Schauspiel, das die Bebauung des Anlagenrings mit sich brächte, scheint für viele ohne weitere Diskussion auch für den Willy-Brandt-Platz vorteilhaft, weil dann ein klar gefasster Raum entstehe. Dass Stadträume grundsätzlich besser seien, wenn sie „gefasst“ sind, und dass es darum vorteilhaft wäre, den Willy-Brandt-Platz zum Anlagenring hin zu bebauen, ist eine ideologisch gefärbte Behauptung – denn die Verbindung von städtischem Platz und landschaftlich geprägtem Park folgt hier einer klaren und auch heute noch erlebbaren stadträumlichen Konzeption, in der das Wolkenfoyer das Ende des Anlagenrings markiert und sich gleichzeitig zu diesem hin öffnet. Stattdessen auf das städtebauliche Repertoire des neunzehnten Jahrhunderts zurückzugreifen, dokumentiert einen Mangel an historischem Verständnis und zeigt einmal mehr, wie sehr das baukulturelle Erbe der Nachkriegszeit unter Druck steht, nicht nur die Gebäude, sondern auch die öffentlichen Räume. 

Unsere Antwort ist ausdrücklich als Aufruf gedacht, die dringend notwendige Debatte über das im Zentrum der Stadt neu zu definierende Gebäude für Theater und Oper im 21. Jahrhundert nicht zu früh zu beenden. Sie hat gerade erst begonnen und wird in dem Maß zu einem guten Ergebnis führen, in dem sie als Chance begriffen wird, der städtischen Öffentlichkeit das neue Zentrum ihres Kulturlebens zu geben, das sie verdient.

Die Initiatoren fordern als konkrete Schritte:

  1. Unverzügliche Veröffentlichung der Abschlussberichte des Planungs- und Evaluierungsteams
  2. Eine unabhängige Kommission von Theaterproduzenten und Theaterrezipienten, welche in einem öffentlichen Dialog eine Konzeption entwickeln, wie die Spielstätte in Zukunft entwickelt werden soll. Für welches Publikum welche Art von Theater in welchen Räumen und mit welchen Mitteln? Welche Rolle können und sollen die städtischen Bühnen für die Stadtgesellschaft in Zukunft spielen?
  3. Eine zeitnahe Untersuchung und verbindliche Klärung des Denkmalwertes der Theateranlage einschließlich der Kunst am Bau.
  4. Eine Untersuchung, ob mit einem Teilneubau bei (weitgehendem) Erhalt der denkmalwerten Bauteile eine funktionale Spielstätte zu vertretbaren Kosten und guten räumlichen Qualitäten erreichbar ist.
  5. Eine Klärung der Grundstücksfrage für das in allen sinnvollen Szenarien ausgelagerte Produktionszentrum und Einleitung des Planungs- und Entscheidungsprozesses hierzu.
  6. Variantenüberprüfung für ein Operninterim sowohl bzgl. der Anforderungen wie der Lösungen.

4 Kommentare zu „Politische Reaktion und unsere Erwiderung

  1. Ich persönlich finde schon die „Neue Altstadt“ ziemlich schrecklich, sie sieht aus wie ein chinesischer Nachbau irgendwo in China und hat mit einer „Altstadt“ nichts gemein. Das lässt nichts gutes für die Zukunft erahnen und wird wohl hauptsächlich dem Tourismus dienen.

  2. 1. Finger weg von den Wallanlagen zubetoniert ist genug.
    2. Der Denkmalwert muss dringend ermittelt werden.
    3. Mir ist es ganz wichtig einen Teilneubau mit dem Erhalt der denkmalwerten Bauteile umzusetzen.
    4. Wie kann es sein dass Herr Guntersdorf beschließt „Die Kiste hat sich überholt.“ aber verantwortlich für den Bau der neuen Altstadt ist. Nach dem Krieg wurde auch hier einmal beschlossen dass diese „Kisten“ sich überholt hatten und es nicht Wert waren wieder aufgebaut zu werden.

  3. Seit Mitte der achtziger Jahre sorgt aggressives Stadtmarketing dafür, dass die Nachkriegsmoderne geradezu ausgelöscht wird. Mithin verwehrt man der Gesellschaft die Berührung mit einer Architekturepoche ,die Formal und inhaltlich für gesellschaftlichen Aufbruch, Zukunftsgewandtheit und Offenheit steht. Die Verrohung ästhetischer Sitten zugunsten exzentrischer Investorenarchitektur, sei es nun Richtung neu auflebendem Neo-Klassizismus oder sich-selbst-feiernder Phallus-Symbole der Konzerne, greift ja generell durch alle Ebenen des Dinglichen. Mein Kommentar ist nicht nostalgisch motiviert. Aber ich finde, Architektur des öffentlichen Sektors ist sollte immer Ausdruck gesellschaftlicher Entwicklung sein. Zeitzeugen, zumal von hoher ästhetischer Qualität sind erhaltenswert. Die Städtischen Bühnen Frankfurt sind da, und lassen dennoch etwas frei. Sie sind filigran, dezent, elegant, drängen sich nicht auf. Es sind wohltuende Lücken im, sich bis zur Unerträglichkeit verdichtenden urbanen Raum mit seinen immer plumper werdenden visuellen Reizen. Gespannt sein darf man übrigens auf das Statement gegenüber den aktuellen Beiträgen in Form von Malls, und Hotelketten in…sagen wir 20 Jahren. Da werden die „Kisten“ ebenfalls so etwas von überholt sein. Der Raum indes ist verbaut, wertvolle Bestandsarchitektur zerstört.

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